Saturday, February 28, 2015

An meine deutschsprachigen Freunde

Die griechische Schuldenkrise sorgt etwa fünf Jahre nach ihrem Ausbruch immer wieder für Schlagzeilen. Noch öfter wird aber in der letzten Zeit nach der Wahl der linken Regierung von Tsipras und dem Anfang der neuen Verhandlungsrunde mit EU darüber berichtet. Infolgedessen werden wir, die Griechen im Ausland, in unserem Alltag, meistens gut gemeint, gefragt: "Wie sieht’s eigentlich mit Griechenland aus?", und dann geraten wir in Verlegenheit. Um das Ganze zu verschlechtern, kommt nun eine unangemessene Kampagne von einer Boulevardzeitung.

Die Leute könnten sich vielleicht einen besseren Überblick darüber verschaffen, was die letzten Jahre im Land der "gierigen" und "undankbaren" Griechen tatsächlich passiert ist, wenn die entsprechenden Berichte von deutschen Medien objektiver wären. Die Situation lässt sich auf keinen Fall einfach erklären, aber ich kann es nicht ertragen, dass die Wahrheit verdreht wird. Ein Teil der Wahrheit ist natürlich, dass viel Geld im Rahmen der EU bis zur Weltwirtschaftskrise 2009 in die griechische Wirtschaft gerichtet wurde. Die Regierungen haben es leider nicht konstruktiv genutzt. Im Gegensatz dazu war ein Zusammenbruch der Institutionen, fehlende Infrastruktur und starke Korruption zu sehen. Bei diesen Phänomenen waren allerdings die Griechen keine Pioniere und die Verbindungen blieben nicht nur innerhalb des Inlands. Eine der größten Korruptionsskandalen, wenn nicht die Größte, in Griechenland stammt zum Beispiel aus der deutschen "Siemens" und, als Herr Schäuble letztens bei einer Pressekonferenz darüber gefragt wurde, vermied er offensichtlich zu beantworten. Für diese Probleme sind die Griechen trotzdem, ohne Zweifel, selbst schuld.

Was Vielen wahrscheinlich aber auf der anderen Seite nicht bekannt ist, betrifft die "Rettung" des Lands des Südens seit 2010, als die Regierung vom ehemaligen Ministerpräsident Papandreou zum ersten Mal die EU um Rettungspakete bat. Der Großteil der europäischen Steuermilliarden floss auf die eine oder andere Art und Weise an private Banken und Hedgefonds und nicht an das Volk. Auch wenn wir zugeben, dass die konjunkturelle Erholung durch die Banken kommt, unter welchen Voraussetzungen sollen die Bank-Risiken von griechischen Steuerzahlern übernommen werden? Eine Antwort würde lauten, dass die Wirtschaft dadurch wachsen würde, die Krise wäre dann vorbei und die Anleihen könnten somit zurückbezahlt werden. Nach dem zu urteilen, was die Ergebnisse der 5-jährigen Umsetzung von solchen Programmen sind, dürfte niemand davon überzeugt werden: Schuldenerhöhung, mehr als 50% Jugendarbeitslosigkeit, die zu einer immensen Abwanderung von Wissenschaftlern führte, ein zusammengebrochenes Gesundheitswesen, unzählige humanistische Opfer...

Anscheinend wird eine andere Politik in Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen für die griechische Krise benötigt. Das griechische Volk hat bisher viel Geduld gezeigt und soll sich weiterhin so reif verhalten, damit die nötigen Reformen endlich umgesetzt werden. Erwartet ist aber meiner Meinung nach eine echte Solidarität von der Seite der EU-Partner. Man kann im Endeffekt durch die Geschichte in der Nachkriegszeit im Falle Deutschlands lernen, wie eine echte Solidarität gemeint wird und wie gleiche Fehler unbedingt zu vermeiden sind!

PS: Das ist nicht als Rechtfertigung für die Situation in meiner Heimat geschrieben. Da ich dort nie ein Vitamin-B hatte und da ich seit ein paar Jahren aus diesem Grund und in Zusammenhang mit der entmutigenden Arbeitslosigkeit in der Fremde lebe, wäre ich der Letzte, der sich dafür rechtfertigen müsste. In der Fremde, wo ich mich sehr bemühen muss, um mich richtig auszudrücken und mich an eine andere Mentalität anzupassen. Angenommen, dass mir die Erfassung dieses Textes nicht wenig Zeit gekostet hat, schaffe ich es noch nicht so gut. Hoffentlich nehmen sich die Leute auch so viel Zeit zu überlegen, bevor sie Kritik üben!

Saturday, February 7, 2015

οι 300 υπέρ της Ελλάδος

Λίγες μέρες μετά τις πρόσφατες εκλογές και αφού η νεοεκλεγμένη κυβέρνηση Τσίπρα συναντά μεγάλες αντιστάσεις από τους Ευρωπαίους εταίρους της στην προσπάθειά της για επαναδιαπραγμάτευση του θέματος του χρέους υπό νέους όρους, 300 διανοούμενοι και ακαδημαϊκοί απ΄ όλο τον κόσμο συνυπογράφουν ανοιχτή επιστολή υπέρ της Ελλάδος, την οποία δημοσιεύει ο γνωστός ιστότοπος Mediapart. Ξεχωρίζω μόνο αποσπασματικά το ακόλουθο (ολόκληρο το κείμενο στα αγγλικά εδώ):

«Δικαίως η ελληνική κυβέρνηση υποστηρίζει ότι είναι αναγκαίος ένας εκ βάθρων επαναπροσανατολισμός, διότι οι πολιτικές που εφαρμόσθηκαν έως τα τώρα αποδείχθηκαν ένα απόλυτο φιάσκο. Δεν προσέφεραν ούτε την οικονομική ανάκαμψη, ούτε τη χρηματοπιστωτική σταθερότητα, ούτε την απασχόληση, αλλά ούτε καν τις εξωτερικές επενδύσεις. Αντίθετα αποδείχθηκαν επιζήμιες για την ελληνική κοινωνία και αποδυνάμωσαν τους θεσμούς. Η προσέγγιση που ακολουθήθηκε αποδείχθηκε ξεκάθαρα καταστροφική και δεν επέτρεψε καμία πρόοδο, για την οποία προοριζόταν.

»Ζητούμε από τους ευρωπαϊκούς εταίρους να λάβουν υπ' όψιν τους αυτήν την πραγματικότητα, στην οποία άλλωστε οφείλεται και η εκλογή της νέας ελληνικής κυβέρνησης. Η Ελλάδα έχει ανάγκη από άμεσα ανθρωπιστικά μέτρα, έναν μεγαλύτερο κατώτατο μισθό, τη δημιουργία θέσεων απασχόλησης, επενδύσεων και μέτρων για τη διόρθωση και καλυτέρευση των βασικών υπηρεσιών όπως αυτών της υγείας και της παιδείας.

[...]

»Είμαστε μαζί με την Ελλάδα και την Ευρώπη για τη Δημοκρατία και την αλλαγή. Οι Ευρωπαίοι ηγέτες πρέπει να αναγνωρίσουν την αποφασιστική δημοκρατική επιλογή του ελληνικού λαού μέσα σε αυτές τις εξαιρετικά δύσκολες συνθήκες, πρέπει να προχωρήσουν σε μια ρεαλιστική αξιολόγηση της κατάστασης και να δεσμευθούν χωρίς καθυστέρηση στην πορεία για μια λογική διαπραγμάτευση».

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300 Intellectuals and Academics in Support of Greece have signed and published an open letter published online on Mediapart:

"The government of Greece is correct to insist on new policies because the previous policies have failed. They have not brought economic recovery. They have not brought financial stability. They have not brought jobs or foreign investments. They have stressed and damaged Greek society and weakened Greek institutions. There is therefore no value in that approach and no progress to preserve. We urge Greece's European partners to accept this reality, without which the new government would never have been elected.

Greece needs immediate humanitarian measures, a higher minimum wage, new jobs, new investments, and steps to restore and improve basic services such as education and health care. It needs a stronger and more progressive tax system, less dependent on VAT and better able to tax incomes and wealth. It needs to fight, punish and root out corruption. The new government needs fiscal space to implement these measures and to demonstrate their worth, and it needs continuing financial support from the European Central Bank to stabilize the financial sector meanwhile. We urge Greece's European partners and institutions to provide that fiscal space and that support."

The full letter in English here.